Deutlich mehr als 2 Milliarden Euro will das Forschungsministerium bis zum Jahr 2015 für das neue Rahmenprogramm “Forschung für nachhaltige Entwicklungen” zur Verfügung stellen. “Jetzt beginnt die Dekade der Forschung!”, so Forschungsministerin Annette Shavan am Mittwoch in Berlin.
Grund für die Initiative waren laut dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die ernüchternden Ergebnisse der Klimaverhandlungen in Kopenhagen – der Einsatz der Bundesregierung im Kampf gegen den Klimawandel und für die Stärkung einer weltweit nachhaltigen Entwicklung sei deshalb noch wichtiger geworden.
“Wir gehen auf zahlreiche Partner überall auf der Welt zu, um mit ihnen gemeinsam nach technologisch überzeugenden Lösungen zu suchen, die uns allen helfen”, sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan anlässlich eines öffentlichen Fachgesprächs mit hochrangigen Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft in Berlin.
Zum Vergleich: Für die Rettung abgewirtschafteter Banken beschloss die Bundesregierung am 13. Oktober 2009 im Zuge der Finanzkrise innerhalb kurzer Zeit ein “Rettungspaket” in Höhe von insgesamt bis zu 500 Milliarden Euro.
KOS-Kommentar: Angesichts der alarmierenden Forschungsergebnisse in Sachen Klimawandel kann man sich nur wundern, wie Politiker Prioritäten setzen. Auf der einen Seite geben Politiker dreistellige Milliardensummen aus dem Volksvermögen zur Rettung maroder Banken aus, auf der anderen Seite hat man nur zwei Milliarden Euro zur Verfügung, wenn es darum geht, ein Rettungspaket für Klima und Umwelt-Ressuorcen zu schnüren. Ist das Kind in den Brunnen gefallen und die Frage nach der Verantwortung wird gestellt, will’s vermutlich wieder keiner Gewesen sein.
Verweise:
Bundesministerium der Finanzen
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Tags: forschung, klimawandel, nachhaltigkeit

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