Neurowissenschaftler haben mit Hilfe von mathematischen Algorithmen entschlüsselt, welche Informationen in der Hirnaktivität repräsentiert wurden. Wie die medizinische Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg am Montag mitteilte, handelte es sich um einen technischen Durchbruch.
Laut Fakultät zeichnete die Arbeitsgruppe um Prof. Emrah Düzel Hirnaktivitäten auf, während Probanden versucht haben, die Details von Bildern, auf denen Szenen abgebildet waren, im Arbeitsgedächtnis zu halten. Die Hirnaktivitätsmessungen wurden mit Hilfe der Magnetenzephalographie durchgeführt. Die Wissenschaftler haben dann mit Hilfe von mathematischen Algorithmen entschlüsselt, welche Informationen in der Hirnaktivität repräsentiert wurden. Sie konnten so dekodieren, dass Informationen über die Bilder kontinuierlich und periodisch ‘abgespielt’ werden, während Probanden versuchen, diese im Arbeitsgedächtnis zu halten.
An den Forschungen beteiligt waren Kollegen der Universität London (UCL – University College London). Über ihre Untersuchungen berichten die Forscher im Wissenschaftsjournal “Current Biology” (DOI:10.1016/j.cub.2010.01.057).
KOS-Kommentar: Gedanken sichtbar machen: Mit dem Durchbruch kommen Wissenschaftler diesem Ziel vermutlich einen weiteren Schritt näher. Wissenschaftler hoffen, mit den neuen Erkenntnissen Gedächtnisstörungen zukünftig besser verstehen zu können. Aber auch militärische und polizeiliche Begehrlichkeiten sind denkbar: “Die Gedanken sind frei”, weiß ein altes Volkslied. Geheimdiensten und einer zukünftigen “Gedankenpolizei” bis Heute ein Dorn im Auge.
Tags: hirnforschung, neurologie

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