Seit Freitag hat Robotermann Rhoni, dem Studierende des Wirtschaftsingenieurwesens seit einem Jahr das Laufen beizubringen versuchen, eine Partnerin. Doch das Interesse an Frauen ist laut der Hochschule Niederrhein gering: “Rhoni verzieht keine Miene, obwohl Rhonietta heftig mit den künstlichen Wimpern klimpert und die Arme weit ausbreitet – bereit zur Umarmung.”
Rhonietta” mit den Menschen, die ihr “Leben” geben (v.r.): Prof. Dr. Markus Kleutges, Entwickler Ben Schaefer und Student Erwin Redlich mit “Rhoni” im Hintergrund
Nur Bluse und Kragen deuten das Geschlecht zart an. Von ihren Eigenschaften her ist die 175 Zentimeter große Rhonietta eindeutig die fortschrittlichere Variante: Sie kann sich durch rotorische Antriebe differenzierter und weicher bewegen als Rhoni und ist durch eine Roll-Plattform auch in der Fortbewegung laut ihren Machern völlig autonom. Gesteuert wird sie vom Labtop aus, der am Rücken befestigt ist. Die Energie kommt aus einer 12-Volt-Autobatterie. Darüber hängt ein Kasten, der Verstärkermodule und Messkabel aufnimmt.
Konstruiert wurde sie wie ihr männliches Pendant von Ben Schaefer von der Firma H & S – Robots im Türingischen.
KOS-Kommentar: Sind Roboterfrauen klüger als Robotermänner? Mit einem Augenzwingern darf gesagt werden: Nein. Ihre Macher haben einfach aus den Fehlern des Robotermannes gelernt, der zuerst erschaffen wurde. Wem die Geschichte bekannt vorkommt – im Gegensatz zum Ur-Mythos scheint sich der Sündenfall nicht zu wiederholen, da Rhoni den Reizen seiner weiblichen Gefährtin nicht erlegen ist, aber vielleicht ist er auch einfach nur schwul.
Verweise:
Hochschule Niederrhein
H & S Robots

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