Etwa fünf Prozent aller Menschen leiden regelmäßig unter Alpträumen – und das meist über Jahre. Damit gehören diese belastenden Träume, die die Betroffenen oft den ganzen Tag über verfolgen, zu einer weit verbreiteten Schlafstörung, so die Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Zwei Strategien gegen Alpträume
In der Verhaltenstherapie-Ambulanz der Goethe-Universität läuft zurzeit eine groß angelegte Studie, in der die Wirksamkeit von zwei Behandlungskonzepten miteinander verglichen werden soll. In der ersten Therapie sollen sich die Betroffenen unter geschützten Bedingungen mit den Inhalten ihrer Alpträume auseinandersetzen. Eine andere therapeutische Methode zielt darauf ab, dass die Betroffenen versuchen, in ihrer Vorstellung die Inhalte des Alptraums zu verändern.
Was ein Alptraum aus psychologischer Sicht eigentlich ist
Was bezeichnen die Psychologen als Alptraum? Träume, aus denen die Betroffenen erwachen und an die sie sich sehr detailliert und lebhaft erinnern; in diesen Träumen geht es zumeist um Themen wie Bedrohung des eigenen Lebens, der persönlichen Sicherheit oder der Selbstachtung. Nach dem Aufwachen erleben diese Menschen Furcht oder Angst, die oft auch mit körperlichen Reaktionen wie Herzrasen einhergehen.
Für die geplante Vergleichsstudie suchen die Psychologinnen betroffene Personen. Insgesamt sollen 90 Personen im Rahmen dieser Untersuchung behandelt werden.
KOS-Kommentar: Manchmal kommen sie wieder.
Informationen: Dipl.-Psych. Tana Kröner und Dipl.-Psych. Kathrin Hansen, Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie, Fachbereich Psychologie und Sportwissenschaften, Campus Bockenheim,
Tel.: (069) 798 – 25107, studie-alptraum@stud.uni-frankfurt.de
Verweis:
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Tags: alpträume, psychologie

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