Wissenschaftler präsentieren die Lösung für das Welthunger-Problem

Ein Forscherteam unter Beteiligung der Universität Bonn, hat jetzt eine Lösung des Hungerproblems trotz zunehmender Weltbevölkerung entwickelt. Die Herausforderung ist gigantisch…


Bis zum Jahr 2050 wird die Weltbevölkerung um rund zwei Milliarden auf mehr als neun Milliarden Menschen wachsen. Gleichzeitig wird ein zunehmender Teil der Agrarflächen für die Erzeugung von Energiepflanzen und Futtermitteln verwendet – für den Anbau von Grundnahrungsmitteln bleibt immer weniger Platz.

Mehr als zwei Jahre arbeiteten die Wissenschaftler daran, um zu Lösungen für diese überlebenswichtige Frage der Menschheit zu kommen. Die Forscher kombinierten Geodaten mit globalen Computermodellen, um sowohl die landwirtschaftliche Produktion als auch ihre Umweltauswirkungen zu simulieren.

5 Maßnahmen gegen den Welthunger:

Das internationale Team schlägt anhand seiner Berechnungsergebnisse 5 Maßnahmen zur Lösung des Welthunger-Problems vor:

Erstens: Die Wissenschaftler fordern, die Ausbreitung landwirtschaftlicher Flächen, besonders in den Tropen, zu stoppen.

Zweitens: Durch Einsatz angepassterer Sorten und besserer Anbaumethoden insbesondere in Teilen Afrikas, Lateinamerikas und Osteuropas lässt sich die Nahrungsmittelproduktion global um fast 60 Prozent steigern.

Drittens: Strategischer Einsatz von Bewässerungswasser und Düngemitteln dort, wo es sich wirklich lohnt.

Viertens: Die besten Ackerböden sollen der Produktion von Grundnahrungsmitteln vorbehalten sein. Energiepflanzen und Futtermittel werden nur auf schlechteren Standorten angebaut.

Fünftens: Mehr als ein Drittel der Lebensmittel verdirbt, wird von Schädlingen gefressen oder landet im Müll. Durch einen effizienteren Umgang ließen sich die verfügbaren Kalorien pro Person laut Forscher demnach um fast 50 Prozent steigern.


KOS-Kommentar: Die Vernunft scheint gesprochen zu haben. Neben der Nutzung von Anbauflächen muss sich der aufgeklärte Mensch jedoch fragen, ob ein stetes Bevölkerungswachstum wünschenswert ist, worauf dieses zurückzuführen ist und wie es sich lösen lässt. Verhütung wäre sicher ein Anfang, die jedoch aus religiösen Gründen oft unterbunden oder geächtet ist, um die Anzahl der Jünger für die jeweils “alleinig wahren übernnatürlichen Zauberwesen” zu mehren.


Publikation:
Solutions for a Cultivated Planet, Fachmagazin „Nature“, doi: 10.1038/nature10452

Verweis:
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

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